Ursprung von MfM-Historien und Fantasie Spielreihe

PS:„dolus grammatica non nocet“

Als Hobbyautor hatte ich schon einige kleinere und größere Spiele (z.B. MYSTERY) entwickelt und so war ich wieder einmal, es war 1993, in der Stadt auf der Suche nach brauchbaren Spielmaterialien.

 

Als ich einen netten Fund machte. Ich entdeckte in einem Spielzeuggeschäft Modelfiguren im Maßstab 1:72 die ich aus meiner Kindheit noch sehr gut kannte.


Da ich selbst zwei Kinder habe, Jungs, kaufte ich gleich zwei Packungen, davon ein. Mit der Begründung, das ich sie ja für meine Kinder erstanden habe.

...gibt`s kein Spiel dazu??

Es war jeweils eine Packung Römer und Kelten. Als ich sie meinen Kindern überreichte wurden sie mit großen hallo aufgemacht und aufgestellt. Aber nach einiger Zeit versanken sie, wie bei mir damals, in der Versenkung.


Aber diesmal dachte ich mir, es müsste doch möglich sein ein passendes Spiel dazu zu finden.


Seit Ende der 80er hatte ich schon an einem Spiel rumgebastelt , wo ich die Ideen schon mehrmal wieder verworfen hatte weil sie nicht wirklich brauchbar war. Es sollte sich herausstellen das es doch anders kommt!

Pustekuchen, weit und breit kein Spielsystem welches meinen Ansprüchen gerecht wurde und bei denen ich anknüpfen konnte. So setzte ich mich nun hin und grübelte.

 

Meine ersten Ideen (von ca. 8 weiteren) waren nach den ersten Tests nur reif für den Mistkübel. Aber dann, im Frühjahr 1994, hatte ich einen tollen Einfall und die Lösung war so einfach.

 

Ich hatte MfM *Man for Man* (alte Bezeichnungen) am Anfang  eigentlich nur als reines Historienspiel erdacht, damit ich eine Möglichkeit hatte mit unseren Modellfiguren zu spielen.

Meine Favoriten

Die Favoriten bei mir sind und waren die Modelfiguren im Maßstab 1:72 (ca 23 mm hoch).

 

Die kannte ich schon seit meiner eigenen Kinderzeit.

 

War aber auch nicht abgeneigt gegen die etwas größeren Figuren (ca. 35mm hoch, bei mir 1:48) oder die Großen, kennt wer noch die Lindekaffee Figuren, im Maßstab 1:35 oder 1:32 (bei mir XXL, kamen aber erst um 2003 dazu)

...soll sich normal bewegen können!

Ich wollte etwas einfaches mit einen Spielplan und wo ich mit den Figuren ganz einfach ziehen kann. Es sollten auf den Spielplan so etwas wie Bäume, Gebüsche usw. vorkommen auf denen man spielen konnte.

 

Auch sollte eine Figur wirklich nur eine Figur sein und keine Truppeneinheit. Jede Figur sollte einen bestimmten Kämpfer darstellen. Einen einfachen Schwertkämpfer, Keulenkämpfer, Bogenkämpfer oder einen Helden usw. Diese sollten sich einfach und realistisch auf den Spielplan fortbewegen können.

 

Bei einem Gebüsch z.B. sollten sie natürlich langsamer sein als auf der Wiese. Auch sollten sie sich verstecken können und dadurch eine besonderen Schutz erhalten.

 

Ich wollte das meine Kämpfer einzeln so bewegen können wie ich es will oder wie ich sie gerade brauche. Weiterst sollte es möglich sein sie zu einer losen Gruppe zusammen fügen zu lassen damit man nicht gleich die besten Figuren bei einem Fernschuss verlieren kann. Auch sollte man die Möglichkeit haben von einen Pferd absteigen bzw. aufsteigen zu können.

ASTERIX läßt grüßen

Am Anfang war, nicht das Feuer, sondern die Römer und Kelten (eh klar!). Sie sind mein spezielles Steckenpferd. Seit ich Asterix und Obelix gelesen habe bin ich hingerissen von diesen Urwüchsigen, stolzen und edlen Volk. Na klar sind ja auch meine Vorfahren. Nach einigen Fachbüchern später war mir klar, wenn ich ein Volk in mein Spiel einbauen will müssen mindestens die Kelten darunter sein.

Schon alleine die Streitwagen haben mich beeindruckt. Auf der Achse stehend, mit einem Schwert in der Hand und einen zweiten Krieger hinter mir in das größte Schlachtengetümmel zu stürzen.

 

Natürlich nur um den Krieger absteigen zu lassen und mich dann darum zu kümmern das der Streitwagen wieder aus den Gemetzel heil zurückkommt. Wenn der Krieger dann irgend mal schlapp macht werde ich ihn wieder holen und ihn in Sicherheit bringen. Welches Volk hatte wohl diese Mentalität? Ich kenne kein anderes in dieser Art.

AVE CÄSAR

Was boot sich nun als Gegenpartie an? Natürlich die Römer mit ihrer Disziplin, besseren Ausrüstung und eisernen Gehorsam. Sie waren ideal. Auf der einen Seite ein Haufen Individuum, ehrenhafte Einzelkämpfer und hau drauf Typen, auf der anderen Seite die disziplinierten Kämpfer mit einer tollen Ausrüstung und Auswahl an Kriegertypen. Für jeden ist also etwas dabei, der eine Vorliebe zu Strategie-Spielen besitzt.

Einstiegshilfe für Rollenspieler

 Mein Spiel ist auch ideal als Einstiegshilfe für Rollenspiel- oder Tabeltopanfänger.

Erstaunlicher weise kommen einige meiner größten Fans und Kritiker aus diesen Reihen. Hab viele Ideen von ihnen bekommen und einbauen dürfen (müssen).  

 

So sind also nach meinen Prototypen vom 1994 (diesen Prototypen musste ich an einen hartnäckigen Fan bei den Wiener Spieletage verkaufen) bis jetzt noch etliche Möglichkeiten dazugekommen.

 

Ihr werdet euch natürlich fragen wie ich nun als eingefleischter Historien-Fan eigentlich dazu kam mich mit diesen Fantasie-Völker einzulassen. Nun das ist eigentlich leicht erklärt.

In Linz..., nein diesmal war`s Wien, beginnts!

Ich hatte in den Jahren 97/98 viel in Wien zu tun und so kam es das ich auch in Alt Erlla an gewissen Samstagen zu einer Spieleveranstaltung fuhr um mein Spiel zu bewerben und vorzustellen. Da traf ich auf ein ganz seltene Gattung von Spielern. Man muss sie der Warhammer-Spezi zuordnen. Warhammer-Fantasiespiel ist ein Tabeltop Spiel mit dicken Regelbuch, massenhaft Würfel und einer Menge Figuren die du rumschiebst auf einen Tisch mit ein paar Landschaftsteilen. Für einen Freak das ultimative Strategie/Kriegsspiel im Maßstab 1:48.

Gibt´s mein Spiel leicht schon??

Da komm also ich daher mit meinen Römern, Kelten und Spielplan im Maßstab 1:72 und werde mal mit:“ eh, was ist den das für ein Kinderkram?“ begrüßt. Als ich sage das dieses Spiel das beste Strategiespiel weit und breit ist, ernte ich schalendes Gelächter und einige klatschen mir auf die Schulter, so nach dem Moto Träum weiter du Spinner.

So steh ich da ich armer Narr und bin allein bei meinen Tisch. Also denk ich mir, schaust halt was die so spielen. Figuren schauen toll aus, vielleicht hab ich wirklich ein Spiel gemacht das es schon gibt. Ehrfürchtig nähere ich mich einen Tisch mit einer Größe von ca. 2x3m und schau mal genauer hin. Was sehe ich da? Massenhaft Figuren, Landschaften und massenhaft Würfel. Optisch ansprechend aber die Regel sind für mich damals und auch heute teilweise noch, nicht durchschaubar gewesen. Aha, der darf zuerst dann der, der aber nicht und nun wird gewürfelt, und noch einmal und noch ein drittes mal und ....

Die Größe mag ich auch!

Also die Größe der Figuren wollte ich auch mal probieren und die Figuren selber auch. Ich mußte nur den Maßstab meiner Figuren von 1:72 auf 1:48 verändern, einen passenden Spielplan dazu zaubern und schon war ich beim nächsten Termin schon wieder gesellt. Aber diesmal mit Maßstab 1:48. Siehe da, man kennt mich noch: “He du, bist schon wieder da mit deinem Kinderkram?“

...mal einmal ein gescheites Spiel probieren??

Meine Antwort war natürlich ob er mal ein gescheites Spiel probieren will? Oder sich nicht traut? Das war natürlich eine Kriegserklärung die er sich nicht zweimal sagen ließ. Nach allen Regeln der Kunst wurde mein Spiel auf seine Nachteile zerlegt.

Aber siehe da, es war wirklich einfach und gut zu spielen. Ich hatte einen Fan bekommen. Mit ihm kamen mehrere. Und so fragte er einige Samstage später  „He, Ewald deine Römer und Kelten sind zwar recht nett aber gegen eine ausgesuchte Horde meiner Chaoskrieger hätten sie nie eine Chance!“.

In der Ehre gekränkt!

So in meiner Ehre gekränkt fragte ich ihn was leicht so toll an denen ist. Er antwortete, sie können auf Schlachtrösser reiten die sogar mitkämpfen können, auch haben sie Lanzen. Sie sind Kämpfer die man fast nicht stoppen kann da sie eine Chaosrüstung haben usw.

Einige Diskussionen und Samstage später habe ich ihm eine Liste von Chaoskriegern für MfM übergeben wo ich seine Erklärungen eingearbeitet habe.

Punktemäßig natürlich an ihren besseren Wert angepasst. Hier ein kleines Beispiel. Ein Großaxtkämpfer der Kelten, meiner Meinung nach einer der besten Nahkämpfer bis jetzt, kostet 7 Punkte. Ein Chaoskrieger Zweihand kostet schon 11 Punkte.

FANTASIEFIGUREN tauchen auf!

So entstandt eigentlich meine Leidenschaft für die Fantasiefiguren und ich ließ für einige Zeit die historischen Völker links liegen und widmete mich den Fantasievölker. Es entstand MfM-Fantasie. Da ich aber auch ein großer Fan von der Keltischen-, Nordischen-, klassischen Mythologie bin, versuchte ich immer irgendeinen bezug auf diese Quellen zu finden. Welches Volk kommt wo vor. Kein leichtes Unterfangen, glaubt mir. Die einfachsten waren noch die Zwerge, sie sind offiziell in der nordischen Mythologie angesiedelt. Aber was macht man mit den Orks und Goblins? Trolle sind wieder kein Problem die gibt’s in der keltischen Mythologie. Aber dort kommen sie nicht als dumme, sondern als gescheite und der Hexerei begabte Wesen vor. Die Tiermenschen wieder rum kommen in der klassischen Mythologie als Minotaurus von Minos, Kentauren (halb Mensch, halb Pferd) oder den Satyren (Tiermenschen mit Hörner und Ziegenfüßen) vor. Auch Harpyen und Pegasus sind dort zu finden.

FANTASIE - MYTHOLOGIE? Egal wo, nur abgeschaut!

Also ein grossteil der Fantasievölker sind immer irgendwo von der Mythologie abgeschaut. Auch die Elfen und Feen sind Figuren aus unserer Mythologie. Echsen- menschen und Rattenmenschen sind bei den Naturvölker Afrika`s und Indien stark vertreten. Sogar bei einer der ältesten Kultur unserer Welt, den Ägyptern, sind sie in irgendeiner Form als Mischwesen präsent.

Ich legte mir also einige dicke  Wälzer von Lexikons und ähnlichen Büchern zu und machte mich daran meine Fantasievölker einzuarbeiten. Aber ich achtete dabei darauf sie so einzuarbeiten das ich sie auch mit der Historien Reihe mischen konnte.

MASSSTAB total egal!

Da ich mein Spiel als Bastelspiel entworfen habe ist der Maßstab eigentlich egal. Der Unterschied liegt nur in der Größe des Spieles und der Figuren. Alle Figuren sind bei mir aufstellbar mit den Figurenwerten auf der Bodenseite. Hast du wenig Platz und eine Vorliebe für Historische Völker so empfehle ich dir den Maßstab 1:72 da es für diese Völker günstige Modelfiguren gibt. Bist du aber eher ein Fan von den Fantasie Völker und möchtest mit Plastik- oder Zinnfiguren spielen so ist der Maßstab 1:48 (höhe ca. 35mm) für dich richtig. Ich kann dir das Spiel MfM je nach bedarf mit alle beiden Maßstäbe anbieten.